«draft»
2024
Die Installation «draft» ist als Entwurf einer Flagge für mehr-als-menschliche Lebensformen angelegt. Ausgehend von einem Interesse an ökologischen Verflechtungen und wechselseitigen Abhängigkeiten untersucht die Arbeit die Frage, wie menschliches Handeln andere Lebensformen beeinflusst – und wie diese wiederum auf uns zurückwirken. Vor dem Hintergrund der ökologischen Krise, die als umfassendes, alle Lebensbereiche durchdringendes Phänomen verstanden werden kann, versteht sich «Draft» als Versuch, ein Gegengewicht zu bestehenden Machtansprüchen auf Land und Ressourcen zu formulieren.
In Anlehnung an die Symbolik und das zugrundeliegende Weltverständnis der Flagge der australischen Aborigines wird die Idee einer Flagge aufgegriffen und transformiert: «Draft» ist begehbar, mehrschichtig und offen für unterschiedliche Perspektiven. Die Arbeit sucht die Verbindung zum Boden, lässt Überlagerungen, Rückseiten und Übergänge sichtbar werden und entzieht sich einer festen, abgeschlossenen Form. Sie bleibt bewusst fragmentarisch – als Skizze, die sich im Prozess befindet und sich durch neue Erkenntnisse und Perspektiven weiterentwickeln kann.
Material und Herstellungsweise sind integraler Bestandteil der Arbeit. Verwendet werden selbst hergestellte Tinten und Druckfarben aus organischen Materialien sowie wiederverwertete Stoffe. Durch Direktdruckverfahren und das Einbeziehen pflanzlicher Materialien entstehen Bildwelten, die nicht illustrativ sind, sondern Spuren, Reaktionen und Prozesse sichtbar machen. Dabei wird ein Teil der Kontrolle abgegeben: Organische und chemische Prozesse sowie die Materialien selbst wirken als Co-Autor:innen an der Entstehung mit.
«Draft» versteht sich als offenes System – als Einladung, die eigene Perspektive zu verschieben, Verbindungen neu zu denken und die Mitwelt als gleichwertige Teilnehmerin anzuerkennen.
Ausstellungsansicht, Ort: ZHdK, Direktdrucke und pflanzliche Tinten auf Leintuch, Diverse Formate
2024
Die Installation «draft» ist als Entwurf einer Flagge für mehr-als-menschliche Lebensformen angelegt. Ausgehend von einem Interesse an ökologischen Verflechtungen und wechselseitigen Abhängigkeiten untersucht die Arbeit die Frage, wie menschliches Handeln andere Lebensformen beeinflusst – und wie diese wiederum auf uns zurückwirken. Vor dem Hintergrund der ökologischen Krise, die als umfassendes, alle Lebensbereiche durchdringendes Phänomen verstanden werden kann, versteht sich «Draft» als Versuch, ein Gegengewicht zu bestehenden Machtansprüchen auf Land und Ressourcen zu formulieren.
In Anlehnung an die Symbolik und das zugrundeliegende Weltverständnis der Flagge der australischen Aborigines wird die Idee einer Flagge aufgegriffen und transformiert: «Draft» ist begehbar, mehrschichtig und offen für unterschiedliche Perspektiven. Die Arbeit sucht die Verbindung zum Boden, lässt Überlagerungen, Rückseiten und Übergänge sichtbar werden und entzieht sich einer festen, abgeschlossenen Form. Sie bleibt bewusst fragmentarisch – als Skizze, die sich im Prozess befindet und sich durch neue Erkenntnisse und Perspektiven weiterentwickeln kann.
Material und Herstellungsweise sind integraler Bestandteil der Arbeit. Verwendet werden selbst hergestellte Tinten und Druckfarben aus organischen Materialien sowie wiederverwertete Stoffe. Durch Direktdruckverfahren und das Einbeziehen pflanzlicher Materialien entstehen Bildwelten, die nicht illustrativ sind, sondern Spuren, Reaktionen und Prozesse sichtbar machen. Dabei wird ein Teil der Kontrolle abgegeben: Organische und chemische Prozesse sowie die Materialien selbst wirken als Co-Autor:innen an der Entstehung mit.
«Draft» versteht sich als offenes System – als Einladung, die eigene Perspektive zu verschieben, Verbindungen neu zu denken und die Mitwelt als gleichwertige Teilnehmerin anzuerkennen.
Ausstellungsansicht, Ort: ZHdK, Direktdrucke und pflanzliche Tinten auf Leintuch, Diverse Formate